Überwältigender Aktionismus und der Weg zur Achtsamkeit

SONY DSC

Montagmorgen um 8 Uhr. Man kommt ins Büro, eigentlich entspannt vom Wochenende, voller Energie und Elan, um sich den wichtigen Themen zu widmen. Und dann passiert es schon wieder – ein neue Priorität steht an. Ob es Reorganizing, Resizing oder Retooling ist, es passiert ständig etwas – Hauptsache wir bleiben „in Bewegung“. Kennen Sie das?

Aus meiner Erfahrung sind die Anzahl und die Vielfältigkeit parallel laufender Initiativen und Projekte in russischen und amerikanischen Unternehmen besonders hoch. Aktionismus, der alle Bereiche betrifft und der alle Mitarbeiter herausfordert, klare Prioritäten zu setzten und den Fokus nicht zu verlieren. Leichter gesagt als getan.

Vielmehr sind Sinnhaftigkeit und Umsetzungsmöglichkeit vieler Initiativen zweifelhaft, da die Korrelation und Vereinbarkeit mit der Unternehmensstrategie zu wünschen übrig lassen. Maßnahmen, die das verbessern können, sind nachhaltige Kommunikation und ein Aufschlüsseln der Strategie für alle Abteilungen bis hin zum Mitarbeiter am Band – und zwar in einer verständlichen Art und Weise. Somit kann einfacher gewährleistet werden, dass keine Initiativen oder Projekte aufgenommen werden, die widersprüchlich sind.

Wozu führt Aktionismus noch? Zum Beispiel dazu, dass man Erfolge gar nicht genießen kann, da keine Zeit dazu da ist und schon wieder die nächste Herausforderung/Priorität ansteht. Dabei ist es so wichtig für die Mitarbeitermotivation, dass Erfolge „gefeiert“ werden und Best practice geteilt werden.

Die Kunst der Entschleunigung kann dabei sehr behilflich sein, die Erfolgsmomente wahrzunehmen und genießen zu lernen. Achtsam, die Situationen und Momente wahrnehmen, führt zu mehr Empathie. Wenn man sich gut in den Mitarbeiter hineinversetzten kann, vertieft sich der Kontakt und das Vertrauen wird aufgebaut. Dabei hilft die Fähigkeit „Zuhören“ enorm.

Finden auch Sie Ihre Balance zwischen Aktionismus und Achtsamkeit? Teilen Sie uns Ihr Erfolgsrezept mit! Wir freuen uns!