In Workshops entstehen oft beeindruckende Strategiepapiere.
Das erlebe ich in meiner Moderation von Strategieprozessen regelmäßig.
Klare Ziele.
Große Ambitionen.
Sauber formulierte Maßnahmen.
Alle sind überzeugt.
Und dann ein paar Wochen später passiert etwas sehr Typisches.
Der Alltag kehrt zurück.
Dringende Themen.
Operative Probleme.
Neue Anforderungen.
Langsam rutscht die Strategie wieder nach hinten.
Nicht, weil sie falsch ist.
Sondern weil sie keinen Platz im Alltag bekommt.
Organisationen unterschätzen eine einfache Wahrheit:
Strategie scheitert selten an der Planung.
Sie scheitert an der Priorisierung im Alltag.
Strategie funktioniert nur dann, wenn sie regelmäßig sichtbar wird.
Zum Beispiel durch einfache Fragen:
- Woran arbeiten wir gerade, das direkt auf unsere Strategie einzahlt?
- Womit hören wir auf, weil es nicht mehr dazu passt?
Viele Organisationen führen einmal im Jahr eine Strategiediskussion.
Und wundern sich, warum sich im Alltag wenig verändert.
Strategie ist kein jährliches Ereignis.
Strategie ist tägliche Orientierung.
Meine Erfahrung:
Unternehmen investieren viel Zeit in Strategieentwicklung.
Aber erstaunlich wenig Zeit in Strategiepflege.