Warum gute Führungskräfte keine Türsteher sind

Führungskräfte sollen führen, oder? Klingt logisch. Also sagen sie ihren Mitarbeitenden, was zu tun ist, sorgen für klare Prozesse und lassen keine Unordnung zu. Und was passiert dann? Genau! Sie werden zum größten Hindernis für ihr eigenes Team, so jedenfalls meine Erfahrung.

Es gibt nämlich einen riesigen Unterschied zwischen führen und blockieren.

➡️ Während gute Führungskräfte den Weg freimachen, entwickeln sich andere zu professionellen Türstehern – immer bereit, mit verschränkten Armen vor den Ideen ihrer Mitarbeitenden zu stehen:

  • „Dafür haben wir kein Budget.“ (Übersetzung: Ich will keine Mühe investieren, um Lösungen zu finden.)
  • „Das haben wir schon immer so gemacht.“ (Übersetzung: Veränderung macht mir Angst.)
  • „Das ist zu riskant.“ (Übersetzung: Ich habe keine Lust, Verantwortung zu übernehmen.)

Das Ergebnis? Mitarbeitende hören irgendwann auf, Vorschläge zu machen.
Sie passen sich an, sagen nur noch Ja und Amen und tun genau das, was nötig ist – aber auch nicht mehr.

Die gute Nachricht: Es geht auch anders!

➡️ Gute Führung bedeutet, Barrieren abzubauen.
Statt sofort „Nein“ zu sagen, fragen: Was muss passieren, damit es möglich wird? Vielleicht gibt es einen kleinen Testlauf oder eine Ressource, die umgeschichtet werden kann.

➡️ Gute Führung bedeutet, Mitarbeiter zu befähigen.
Statt Anweisungen zu geben, Fragen stellen: Was wird gebraucht, um erfolgreich zu sein? Oft sind es Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen.

➡️ Gute Führung bedeutet, Verantwortung zu teilen.Aufhören, für jede Entscheidung den Daumen zu heben oder zu senken. Darauf vertrauen, dass das Team selbst Lösungen findet – und sie auch umsetzt.

Also, meine Überzeugung: Wir brauchen weniger Türsteher und mehr Wegbereiter!

Und was haben Sie heute schon aus dem Weg geräumt?

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